So ernähren sich Studierende in NRW: Gerne viel Fleisch – und bitte nicht selbst kochen

Veröffentlicht am 22. Oct 2017 von TakeYourSweets Süßigkeiten.

Was ist dran am Klischee, dass Studierende in erster Linie Pizza und Fastfood essen? Für Nordrhein-Westfalen jedenfalls kommt eine Regional-Auswertung zur Untersuchung „Studium und Ernährung“ zu einem ausgewogenen Bild: Denn Gemüse, Milchprodukte und Obst geben hier bei angehenden Akademikern klar den Ton an – gepaart mit einem vergleichsweise hohen Fleischkonsum.

Hinzu kommt eine Vorliebe dafür, sich bekochen zu lassen (hinter Hamburg Platz 2). Bundesweit haben rund 19.000 Studierende an der Befragung zum individuellen Ernährungsverhalten teilgenommen.

Maastricht, Köln (Oktober 2017): Wie ernähren sich Studierende in Nordrhein-Westfalen? Dieser Frage widmet sich derzeit eine regionalisierte Auswertung zur Untersuchung „Studium und Ernährung“, die vom Kölner Beratungsunternehmen Constata in Zusammenarbeit mit der Maastricht University im Auftrag der takeyoursweets Süßigkeiten GmbH durchgeführt wurde. Im Vergleich der Bundesländer liegen für die Ernährungsweise von Studierenden in NRW zwei zentrale Besonderheiten vor.

Ernährungsgewohnheiten Nordrheinwestfalen

1. Viel Fleisch: Angehende Akademiker aus Köln, Düsseldorf, Dortmund und Co. verzehren vergleichsweise häufig Fleisch und Fleischprodukte. So gaben 66 Prozent der Befragten aus NRW an, „mehrmals pro Woche“ oder sogar „täglich“ zu dieser Lebensmittelgruppe zu greifen. Dies bedeutet im Ländervergleich Platz 2 hinter dem Saarland (71,7 %) und einen beträchtlichen Abstand zum Ende des Feldes (Schleswig-Holstein: 57,0 %).

2. Bekocht werden: Studierende aus Nordrhein-Westfalen werden sehr häufig bekocht. Über 40 Prozent gaben an, diesen „Service“ für sich „mehrmals pro Woche“ oder „täglich“ in Anspruch zu nehmen (Platz 2 bundesweit). Bemerkenswert ist in dieser Frage zugleich der große Abstand zu den hinteren Plätzen, wo speziell in Thüringen (23,3 %) und Mecklenburg-Vorpommern (23,8 %) noch nicht einmal jeder Vierte ähnliche Aussagen trifft. Die Wohnsituation dürfte dieses Ergebnis stark beeinflussen. Denn es zeigt sich, dass knapp 30 Prozent der NRW-Studierenden (noch) bei Eltern oder Verwandten leben (Rang 3). In Thüringen trifft dies lediglich auf 4,8 Prozent der Befragten zu.

Gemüse und Obst sind Hauptbestandteile der studentischen Ernährung

Der Blick auf die Beliebtheit unterschiedlicher Lebensmittelgruppen deutet generell auf eine Ausgewogenheit im studentischen Ernährungsverhalten hin. Dies gilt auch für Nordrhein-Westfalen, wo „Gemüse / Salat“ (85,9 %) und „Obst“ (82,7 %) – ähnlich wie auch bundesweit – sehr häufig verspeist werden. „Fisch und Meeresfrüchte“ spielen bei der studentischen Ernährung hingegen eine untergeordnete Rolle. Der bundesweite Durchschnitt liegt hier bei 16,4 Prozent für die Angaben „mehrmals pro Woche“ und „täglich“. In NRW ist der Konsum mit 18,2 Prozent leicht überdurchschnittlich.

Darüber hinaus zeigt sich, dass das studentische Ernährungsverhalten stark an individuelle Lebensstile gekoppelt ist. So wurde ermittelt, dass Charaktere mit hohem Grundinteresse an den Themen „Ernährung“ sowie „Sport / Bewegung“ am häufigsten selbst kochen. Im Gegensatz dazu sind es Studierende mit Hang zum Lebensstil „Ausgehen / Feiern“, die im Wochenverlauf besonders oft essen gehen. Und die höchste Affinität zu Fertiggerichten lassen schließlich diejenigen Befragten erkennen, die sich in ihrer Freizeit am meisten zu „Internet und Games“ hingezogen fühlen.

Leicht überdurchschnittlicher Süßwarenkonsum in NRW

Besonderes Augenmerk der durch die takeyoursweets Süßigkeiten GmbH in Auftrag gegebenen Studie liegt auf dem Bereich Süßwaren. Diese werden bundesweit von 58,2 Prozent der Studierenden „mehrmals pro Woche“ oder „täglich“ verzehrt. Vorne liegen diesbezüglich mit 64,8 Prozent weibliche Studierende, wohingegen männliche in lediglich 49,3 Prozent der Fälle regelmäßig zu Süßem greifen.

Lebensmittelgruppen Verzehrhäufigkeit

Ähnlich ist die Situation in Nordrhein-Westfalen. Hier gaben knapp überdurchschnittliche 58,9 Prozent der Befragten an, täglich oder mehrmals pro Woche Süßigkeiten zu konsumieren. Im Vergleich der Geschlechter liegen diesbezüglich ebenfalls weibliche Studierende (66,0 %) deutlich vor ihren männlichen Kommilitonen, die zu lediglich 50,2 Prozent regelmäßig Süßes verzehren.

In Prüfungsphasen steigt der Süßwarenkonsum beträchtlich – gerade auf weiblicher Seite

Darüber hinaus wurde auch der Süßwarenkonsum in Prüfungsphasen in den Blick genommen. Hierzu gaben bundesweit 47,1 Prozent der weiblichen Studierenden an, im Umfeld von Hochschulprüfungen häufiger zu Schokolade und Co. zu greifen als in weniger stressigen Semesterphasen. Auf den Süßwarenkonsum männlicher Studierender scheint der Faktor Stress hingegen erheblich weniger Einfluss auszuüben, da hier lediglich 31,8 Prozent einen Mehrkonsum von Süßem angaben. Im Vergleich dazu konnte in NRW für beide Geschlechter ein leicht überdurchschnittlicher Konsumanstieg in Prüfungsphasen ermittelt werden (Frauen: 49,5 %, Männer: 33,7 %).

Die Untersuchung „Studium und Ernährung“ wurde von der Maastricht University in Kooperation mit dem Kölner Beratungsunternehmen Constata herausgegeben. Grundlage hierfür ist eine bundesweite Erhebung zur Studienreihe „Fachkraft 2020“, an der im März 2017 rund 19.000 Studierende teilgenommen haben. In Auftrag gegeben wurde die Untersuchung mit Schwerpunkt Süßwarenkonsum von der takeyoursweets Süßigkeiten GmbH. Die Veröffentlichung steht als PDF unter http://takeyoursweets.de/downloads/fachkraft2020/studium_ernaehrung_regional.pdf kostenfrei zum Download bereit.

Euer TakeYourSweets Team

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Veröffentlicht in Kategorie: Ernährung

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